Digitaler Offsetdruck für Spendenidentifikationsnummern

Blutbanken haben ein erhebliches Interesse an einer sicheren Identifizierung. Aus diesem Grund ist die Nutzung von Barcodes in der Transfusionsmedizin seit Mitte der 70er Jahre sehr verbreitet. Die unbedingt notwendige sichere Identifizierung war der Hauptgrund für den Übergang vom ursprünglichen Codabar-Symbolsystem zu ISBT 128.

Das Etikett mit der Spendenidentifikationsnummer (Donation Identification Number, DIN) ist das einzige Etikett mit eindeutiger ID, das an einer Blutprobe angebracht wird. Deshalb ist es das wichtigste Etikett, das von der Blutbank verwendet wird.

Mit dem digitalen Etikettendruck steht Blutbanken nun ein zusätzliches Mittel im Kampf gegen falsche Identifizierungen von Blut zur Verfügung: kostengünstiger Farbdruck, der über den rein ästhetischen Aspekt hinausgeht und einen wichtigen Beitrag zur sicheren Identifizierung von Blutspenden leistet.

Der Digitaldruck ist eine leistungsstarke Technologie zum Drucken von Etiketten, bei der mit elektronischen Druckvorstufen statt mit Druckplatten gearbeitet wird. Da die Farben vom Computer gesteuert werden, kann jeder Etikettensatz auf einer Rolle in einer anderen Farbe hervorgehoben werden.

Inwiefern können Blutbanken davon profitieren? Wenn jedes Etikett eines Satzes eine andere Farbe hat als der vorherige oder der folgende Satz (umgesetzt als Streifen, farbiger Verschluss auf dem Röhrchensymbol o. Ä.), kann die Laborkraft zusätzlich visuell sicherstellen, dass Röhrchen, Beutel und Formulare verschiedener Spender nicht versehentlich vertauscht werden. Wenn der Etikettensatz für Spender A einen roten Streifen auf einem oder all seinen Etiketten hat, ist es unwahrscheinlich, dass das Röhrchen von Spender A fälschlicherweise im Beutelsatz von Spender B landet, da der Etikettensatz für Spender B mit Grün statt mit Rot markiert ist.

Natürlich müssen trotz des digitalen Offsetdrucks mit sequentiellen Farben geübte Laborkräfte weiterhin die Nummernsequenz auf dem Spendensatz überprüfen, aber dank der Farbcodierung lässt sich schnell visuell erfassen, ob etwas nicht stimmt.

Eine weitere Verwendungsmöglichkeit von Farben auf DIN-Sätzen besteht beispielweise darin, einen lavendelfarbenen Röhrchenverschluss zur Kennzeichnung von Etiketten speziell für Vacutainer® einzusetzen. Andere Institute verwenden Farben, um bestimmte Orte von Spenden zu kennzeichnen. Also wird beispielsweise für die Innenstadt eine bestimmte Farbe verwendet, für eine satellitengestützte Anlage eine andere und für mobile Einheiten eine dritte.

Der digitale Etikettendruck hat die Sicherheit der Blutversorgung des Landes erheblich erhöht. Er ist ein weiteres Mittel im immerwährenden Kampf gegen menschliches Versagen und trägt zudem zum effizienten Betrieb der Blutbank bei.

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